Zyklus – kein Problem, sondern Regulationskompass

Regulationsproblem

Viele Frauen erleben ihren Zyklus wie einen monatlichen Störfaktor:
PMS, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Schmerzen, Heißhunger, Wassereinlagerungen.
Und oft schwingt im Hintergrund ein Gedanke mit:
„Mit mir stimmt was nicht.“

Doch genau hier liegt die große Chance:
Der Zyklus ist nicht dein Gegner – er ist dein Bio-Feedback-System.

Der Zyklus ist ein Monatsbericht deines Körpers

Du bekommst jeden Monat Hinweise darauf, wie es deinem System geht:

  • Stresslevel
  • Schlafqualität
  • Nährstofflage
  • Entzündungsneigung
  • Blutzuckerregulation
  • Leber- und Darmbelastung

Das heißt: Symptome sind oft nicht „Zufall“, sondern Lesestoff.

4 Phasen – 4 Bedürfnisse 

1) Follikelphase (nach der Blutung) – Aufbau

Der Körper startet neu. Oft mehr Energie, mehr Klarheit.
Gut tut:

  • Eiweiß + Bewegung
  • neue Projekte
  • Kraftaufbau

2) Eisprung – Hochphase

Viele erleben mehr Strahlkraft, bessere Stimmung, mehr Kontaktfreude.
Gut tut:

  • soziale Termine
  • intensivere Workouts
  • Leichtigkeit

3) Lutealphase – Stabilität

Hier wird’s spannend: Jetzt zeigt sich, wie stabil dein System ist.
Typisch: mehr Sensibilität, mehr Hunger, mehr Schlafbedarf
Gut tut:

  • Blutzucker stabil halten
  • Magnesium, Ruhefenster
  • weniger Reizüberflutung

4) Menstruation – Entlastung

Der Körper lässt los.
Gut tut:

  • Wärme, sanfte Bewegung
  • Eisen-/Mineralstoffblick
  • echte Pausen

Wenn der Zyklus laut wird: Was Symptome oft bedeuten

  • PMS / Reizbarkeit / Weinen
    → häufig Stress + Progesteronmangel + Blutzuckerwackeln
  • Brustspannen / Wassereinlagerungen
    → oft Östrogen-Dominanz-Muster (Abbauwege!) + Salz/Entzündung
  • Migräne vor der Periode
    → häufig Hormonabfall + Leber/Histamin + Nährstoffthema
  • Schlafstörungen in der 2. Zyklushälfte
    → Cortisol + inneres Hochfahren + weniger Progesteronruhe
  • Wichtig: Das sind Hinweise – keine Diagnosen.
    Aber sie zeigen: Der Zyklus spricht.

Mini-Tool: Zyklus als Kompass nutzen (30 Sekunden)

Stelle dir in der Lutealphase jeden Abend 1 Frage:
„Was brauche ich jetzt: mehr Stabilität oder mehr Entlastung?“

  • Stabilität = Eiweiß, Routine, Wärme, weniger Zucker
  • Entlastung = weniger Termine, weniger Input, mehr Schlaf

Du wirst merken: Das System reagiert schneller, als du denkst.

Fazit

Der Zyklus ist wie ein monatlicher Stresstest.
Wenn Stress, Schlaf oder Nährstofflage kippen, zeigt sich das oft zuerst hier – noch bevor Blutwerte auffällig werden.

Du musst deinen Zyklus nicht „aushalten“.
Du kannst ihn lesen lernen. Und dann wird er vom Problem zur Orientierung.

Impuls des Monats „Hormonelle Regulation“

Im Februar dreht sich alles um hormonelle Regulation – und genau dafür ist Zykluswissen unbezahlbar.
Wenn du nicht nur Symptome verwalten, sondern verstehen willst:

👉 Buche deinen Hormontest bei mir.
Dann sehen wir, welche Achse gerade dominiert (Stress, Zyklus, Schilddrüse, Abbau) – und was dein Körper wirklich braucht.

Teaser auf Blog 3

Und wenn du gar keinen Zyklus mehr hast – oder kaum noch?
Dann wird es im nächsten Beitrag spannend: Hormonelle Dysbalance ist auch ohne Zyklus spürbar.

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